RON - RHEINPFALZ ONLINE
Donnerstag, 13. Sep 2001, 03:45 Uhr

Von der Renaissance bis zur Gegenwart
Rheinischer Kammerchor Köln gastiert am 15. September in Rockenhausen

Am Samstag, 15. September, 19 Uhr, gastiert der Rheinische Kammerchor Köln in der evangelischen Kirche in Rockenhausen. Der Konzertauftritt des Kammerchors in Rockenhausen ist auf die Initiative des Kölner Wein-Fachjournalisten und Mitglied im Rheinischen Kammerchor Köln, Peter Falkenstein, zurückzuführen. Die guten persönlichen Kontakte von Peter Falkenstein zur Stadt Rockenhausen, erstmals entstanden durch seine Mitwirkung in der Jury bei der Nordpfälzer Weinprämierung, ermöglichten das anstehende Chorkonzert. Falkenstein, selbst leidenschaftlicher Hobby-Wanderer, war nach seinem ersten Kurzaufenthalt in Rockenhausen von der schönen Nordpfälzer Landschaft und dem ansehnlichen Kulturangebot sehr angetan und konnte auch seine Sangeskollegen im Rheinischen Kammerchor von der Vielseitigkeit der Region überzeugen, so dass man sich spontan entschloss, ein privates Wochenende im neu entstandenen Schlosshotel in Rockenhausen zu verbringen, um bei dieser Gelegenheit etwas mehr über die Nordpfalz in Erfahrung zu bringen.
In diesem Zusammenhang reifte in ihm der Vorschlag an die Stadtväter, diesen Aufenthalt doch mit einem Chorauftritt des Rheinischen Kammerchors Köln zu verbinden. Diese Idee wurde von der Stadt Rockenhausen begrüßt und spontan wurden Überlegungen zu Konzerttermin und Veranstaltungsort angestellt. Dank der freundlichen Unterstützung von Dekan Kurt Molitor konnte die evangelische Kirche Rockenhausen als geeigneter Aufführungsort festgelegt werden. Der gemischte Chor wurde 1962 gegründet und veranstaltet jedes Jahr in Köln und Umgebung zwei bis drei Konzerte mit anspruchsvoller Chormusik. Die Konzertprogramme des Rheinischen Kammerchors enthalten sowohl Werke der a-capella-Literatur als auch solche mit kammermusikalischer Instrumental- oder großer Orchesterbegleitung.
Das Repertoire des Chors reicht von der Renaissance bis zur Gegenwart. Der Rheinische Kammerchor hegt und pflegt die großen Werke der Vergangenheit, nimmt aber auch gern Kompositionen in sein Programm auf, die weniger bekannt, in Vergessenheit geraten oder noch gar nicht aufgeführt sind. Zwei große Konzertaufführungen stehen im Jahr 2001 noch im Terminkalender. Ende November präsentiert der RKK in der Basilika Sankt Aposteln, Köln, beziehungsweise in der Bonner Münster-Basilika "Ein deutsches Requiem" von Brahms.
Der Chor wird seit 1995 von Wolfgang Siegenbrink geleitet. Schon Jahre zuvor hatte er den Chor bei Proben und Konzerten begleitet. Wolfgang Siegenbrink, 1966 in Paderborn geboren, hat an der Musikhochschule in Köln das A-Examen in Kirchenmusik und bei Professor Wolfgang Stockmeier die Reifeprüfung im Fach Orgel abgelegt. Nach seinem Kapellmeister-Examen übernahm er 1995 eine Solorepetitor-Position an der Bonner Oper. Seit 1998 ist er Kantor an Sankt Engelbert in Köln-Riehl und seit 1999 Leiter des Jugendmusikschulorchesters der Stadt Sankt Augustin.
Das Programm des etwa einstündigen Konzertes am 15. September in der evangelischen Kirche Rockenhausen umfasst unter anderem folgende Stücke: Schlusschor "In te Domine speravi" aus dem "Te deum" von Marc-Antoine Charpentier, den Psalm 91 "Denn er hat seinen Engeln empfohlen" für acht Stimmen von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die Motette "Valiant for Truth" von R. Vaughan Williams sowie "Kyrie" und "Gloria" aus der Missia in C (KV 317), auch "Krönungsmesse" genannt, von Wolfgang Amadeus Mozart. Darüber hinaus spielt Wolfgang Siegenbrink auf der Orgel einige Stücke von Johann Sebastian Bach. (red)

Der Eintritt zum Konzert ist frei.
Infos bei der VG-Verwaltung Rockenhausen, Telefonnummer 06361/451-231.

RON - RHEINPFALZ ONLINE, Donnerstag, 13. Sep 2001, 03:45 Uhr Originalartikel