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Hermann Schroeder


geboren am 26. März 1904 in Bernkastel, studierte an der Musikhochschule Innsbruck Musikwissenschaft sowie an der Musikhochschule Köln Kirchen- und Schulmusik. 1938 wurde er Domorganist in Trier, ein Jahr später wurde ihm dort die Leitung der Städtischen Musikschule angetragen. 1946 folgte er dem Ruf einer Professur an der Kölner Musikhochschule. In der Rheinmetropole unterrichtete er Tonsatz und Chorleitung; von 1958 bis zu seiner Pensionierung versah er an seiner einstigen Kölner Studienstätte auch das Amt des stellvertretenden Direktors.
Im Jahr 1947 übernahm die Leitung des Kölner Bach-Vereins, die er insgesamt 14 Jahre inne hatte. 1962 gründete er dann (mit einigen ehemaligen Mitgliedern des Bach-Vereins) den Rheinischen Kammerchor Köln.
Hermann Schroeder, der im Jahre 1950 zusammen mit seinem ehemaligen Kompositionslehrer Heinrich Lehmacher ein Lehrbuch für Kontrapunkt herausgegeben hat, setzte sich als Chorleiter in besonderem Maße für die Pflege zeitgenössischer Chormusik ein. Der gebürtige Bernkasteler, der sich auch als Komponist zahlreicher kirchenmusikalischer Werke einen Namen machte, war er ein eifriger Verfechter der traditionellen Tonalität und lehnte die im Köln der 50er Jahre stark vertretende Neue-Musik-Szene rigoros ab. Vor allem der Gregorianische Choral diente ihm als Inspirationsquelle für sein über 100 konzertante und liturgische Kompositionen umfassendes Oeuvre für Orgel.
Hermann Schroeder starb am 7. Oktober 1984 in Bad Orb.